Das Wort der Wahrheit -Joh 17:17

Der L e i b  C h r i s t i – d e r  C h r i s t u s 

Gemeinschaft der Kinder Gottes im Geist

 

Der "Leib Christi" ist eine Offenbarung des neuen Testaments.

Es ist die Bezeichnung eines Organismus, die erst nach dem Tod und der Verherrlichung unseres Herrn Jesus im NT gebraucht wird und die dem Schrifttum des Apostels Paulus angehört. 

Der Leib Christi ist eine Offenbarung, die ihm geschenkt worden ist (Eph 3:3). Sie konnte vor der Himmelfahrt Christi nicht gegeben werden, weil die Herrlichkeit Christi, d. h. seine Auferweckung aus den Toten , seine Erhöhung zur Rechten Gottes und die anschließende Ausgießung des Geistes Gottes (hl. Geist/ "der Beistand vom Vater"/ Joh 14:16-17;15:26) Voraussetzungen zur Bildung des Leibes Christi und damit zu seiner Kundgabe sind. 

Der allein weise Gott hatte sich den Apostel Paulus ausersehen, um seinen in den zurückliegenden Zeitaltern verborgenen Heilsvorsatz nunmehr zu offenbaren. Zum ersten Mal redet der Apostel Paulus im 1. Korintherbrief vom Leib Christi. Er stellt den Korinthern die Frage: „Wisset ihr nicht, daß eure Leiber Glieder Christi sind?“ (1 Kor 6:15) Dann spricht er es weiter aus: „Denn gleichwie der Leib einer ist und viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes, obgleich viele, ein Leib sind: also auch  d e r C h r i s t u s.(1 Kor 12:12) 

Hier wird vom Apostel zum ersten Mal die Gemeinschaft der Kinder Gottes in Verbindung mit dem erhöhten Christus „d e r C h r i s t u s“ genannt. Begründend fährt der Apostel fort: „Denn auch in einem Geist (Geist Gottes) sind wir alle zu einem Leib getauft worden.“ (1 Kor 12 :13) 

Es ist ein göttlicher Organismus weil durch den Geist Gottes gewirkt und gebildet. Um es anschaulich zu machen, verweist der Apostel auf die Struktur des menschlichen Leibes und auf die Bedeutung der Glieder an demselben. Dann sagt er zusammenfassend: „Ihr aber seid der Leib Christi und jeder einzeln ein Glied daran.“ (1 Kor 12:27) 

Der „Leib Christi“ wird als wesenhaft zusammenhängend mit dem erhöhten Christus enthüllt. Er ist nicht allein und für sich, er ist stets organisch verbunden mit seinem Haupt Christus. Genauso wie unser Körper ohne Kopf lebens- und funktionsunfähig ist, ebenso ist der Leib Christi nur denkbar zusammen mit seinem Haupt Christus. 

So zusammen mit dem Haupt werden Leib und Haupt „d e r C h r i s t u s“ genannt. 

Der Christus Gottes ist nicht vollständig ohne den Leib. Zu seinem Christus gehören alle die Menschen als Glieder an seinem Leib , die als Gottes Geschöpfe in diese Welt geboren sind und in diesem Zeitalter wiedergezeugt /neugeboren sind zu Kindern Gottes gemäß der Schrift ! Diese – und nur diese ! - gehören so zu Christus wie die Glieder unseres Leibes zu uns gehören. Die Gesamtheit dieser Glieder macht die Fülle des Christus aus (Eph 1:23). So hat sich Gott seinen Christus nicht nur gedacht, sondern so gestaltet er ihn seit nahezu zweitausend Jahren (Joh 17:2,6). 

Der Keim dieser Offenbarung zeigt sich schon in den ersten Worten, welche der verherrlichte Herr an Saulus richtete, als er ihm auf dem Wege nach Damaskus erschien. „Saul, Saul“, sagt er zu ihm, „was verfolgst du mich ?“ Nicht, was verfolgst du die Meinen, sondern, was verfolgst du mich? (Apg 9:4-5) Wir sehen da, wie Christus als das auferweckte Haupt sich mit den Gliedern seines Leibes (damals die verfolgten Heiligen zu Jerusalem) auf der Erde so vollkommen eins macht, dass Saulus, als er in seinem Zorn die Heiligen verfolgte, unwissend in Wirklichkeit Christus verfolgte.

Unter der Bezeichnung „der Ch r i s t u s“ stellt der Apostel den Christus und die Seinen (die ihm Gott damals gegeben hat (Joh 17) und bis zum heutigen Tage gibt !) auf der Erde als ein unteilbares Ganzes dar. 

Die Wahrheit, welche die Schrift uns lehrt, ist also folgende: Die Kinder Gottes gemäß der Schrift sind durch einen Geist (Geist Gottes) zu einem Leib getauft und so in eine lebendige Verbindung mit Christus gebracht, so dass Christus und die Seinen auf der Erde einen lebendigen (geistlichen) Leib bilden; und darum sind diese Gläubigen Glieder Seines Leibes, von seinem Fleisch und von seinem Gebein (Epheser 5:30 /Lukas 24:39) Worte, die auf die stärkst mögliche Weise die lebendige und innige Verbindung der Kinder Gottes mit Christus, ihrem auferweckten Haupt, zeigen, eine Verbindung, die durch den hl. Geist (Geist Gottes) gebildet ist und aufrecht erhalten wird solange die Gnadenzeit währt. 

Hören wir des Apostels Worte:

Deshalb seid eingedenk, dass ihr einst die Nationen im Fleisch wart, welche Vorhaut genannt werden von der sogenannten Beschneidung, welche am Fleisch mit Händen geschieht , daß ihr zu jener Zeit ohne Christus wart, entfremdet dem Bürgerrecht Israels und fremd den Bündnissen der Verheißung; ihr hattet keine Hoffnung und wart ohne Gott in der Welt. Jetzt aber, in Christus Jesus, seid ihr, die ihr einst fern wart, durch das Blut des Christus nahe geworden. Denn er ist unser Friede, der aus beiden eines gemacht und die Scheidewand des Zaunes, die Feindschaft, in seinem Fleisch abgebrochen hat, indem er das Gesetz der Gebote, das in Satzungen bestand, hinweggetan hat, damit er die zwei, dadurch daß er Frieden stiftete, in sich selbst zu einem neuen Menschen schüfe und beide in einem Leib durch das Kreuz mit Gott versöhnte, nachdem er durch dieses die Feindschaft getötet hatte. Und er kam und verkündigte Frieden euch, den Fernen (Heiden), und Frieden den Nahen (Juden). Denn durch ihn haben wir beide durch einen Geist den Zugang zum Vater. So seid ihr nun nicht mehr Fremde und ohne Bürgerrecht (Heiden), sondern ihr seid Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes, aufgebaut auf der Grundlage der Apostel und Propheten, in dem Christus Jesus der Eckstein ist, in welchem der ganze Bau, genau zusammengefügt, wächst zu einem heiligen Tempel im Herrn, in dem auch ihr mit erbaut werdet zu einer Behausung Gottes im Geist.“ (Epheser 2:11-22)

 

Aus dieser wunderbaren Tatsache erwachsen nach Gottes Plan wichtige Folgen von denen beispielhaft , ohne Anspruch auf Vollständigkeit , in einem anderen Artikel die Rede sein soll. (siehe "Versammlung der Gläubigen").

 

 

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